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16.06.2021

ENDERA Klinik-Partnerschaft

Pflicht und Kür in der Medizintechnik – ENDERA-Experteninterview mit Christian Somberg

Viele Kliniken stehen vor der Herausforderung, den Überblick über die angeschafften und in Betrieb befindlichen medizinischen Geräte zu wahren. Wer den Überblick nicht hat, „leidet“ schnell unter den wirtschaftlichen Folgen und nimmt ein hohes rechtliches Risiko in Kauf. Dazu haben wir dem Experten Christian Somberg ein paar Fragen gestellt.

 

Herr Somberg, Sie arbeiten seit 30 Jahren im Bereich der Medizintechnik und haben schon hunderte Kliniken kennengelernt. Woran scheitert es nach Ihrer Erfahrung, dass Kliniken die Anforderungen des Medizinproduktegesetzes (MPG) und der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) häufig nicht erfüllen?

 

Die Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, da Kliniken häufig unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Einigen Kliniken steht kein geeignetes Personal zur Verfügung, hier fehlt die Fachkunde. Anderen Häusern stehen keine geeigneten Softwarelösungen zur Verfügung oder vorhandene Software wird nicht optimal genutzt. Oftmals stimmen auch die zugrundeliegenden Prozesse nicht.  

Aus meiner Sicht wird die Erfüllung der Dokumentationspflichten nach der MPBetreibV häufig zu sehr als reine „Pflichtaufgabe“ gesehen. Einerseits ist sie das auch. Andererseits kann mit einer optimalen Erfüllung dieser Pflichten eine „Kür“ erfolgen: optimale Investitionsplanungen ohne unnötige Investitions-Überraschungen und damit ein wirtschaftlicher, transparenter Betrieb der Medizintechnik.  

 

Welche Risiken entstehen aus der Vernachlässigung der Dokumentationspflichten für die Kliniken und deren Geschäftsführung?

 

Die Dokumentationspflichten sind eindeutig. Wenn beispielsweise Medizingeräte nicht geprüft werden und relevante Geräteaktivitäten nicht dokumentiert werden, kann es im Schadensfall zu Ermittlungen kommen. Das kann zu enormen Schadenersatzansprüchen führen und nicht zuletzt zu einem großen Imageschaden für den Betreiber. Zahlreiche Beispiele haben das in der Vergangenheit gezeigt. Dazu sollte es aber gar nicht erst kommen. Die Sicherheit muss gewährleistet sein.

 

Wie kann das erreicht werden? Worauf ist zu achten und welche Vorteile entstehen für die Häuser?

 

Das Thema „Medizintechnik“ sollte als Chance gesehen werden. Das setzt voraus, dass es nicht nur ernst genommen, sondern auch konsequent bearbeitet wird. Mit dem optimalen Einsatz geeigneter Software erhält das Krankenhaus die notwendige Transparenz, um a) gesetzeskonform zu handeln und b) im Sinne der oben erwähnten „Kür“, wirtschaftliche Entscheidungen treffen zu können. Gelingt es nicht, diese elementaren Vorteile mit vorhandenen Klinikressourcen zu realisieren, so sollte man sich externe, neutrale Unterstützung „an Bord“ holen. Neutral bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich die Klinik nicht in ein einseitiges Abhängigkeitsverhältnis begibt. Davor möchte ich eindringlich warnen, denn nach unserer Erfahrung geschieht dies bedauerlicherweise aufgrund „falscher“ Beratungen immer häufiger. 

 

Herr Somberg, vielen Dank für das Interview.

 

 

Zur Person:

Christian Somberg sammelte Erfahrungen in der Strahlentherapie, in der OP-Technik und in der klassischen Medizintechnik. Er war in Kliniken, der Industrie und bei Dienstleistern als Bereichsleiter und Geschäftsführer aktiv. Unter anderem organisierte er die Medizintechnik des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) im Rahmen eines Großprojektes. Inzwischen arbeitet er für das Beratungsunternehmen CoSolvia und agiert als Ansprechpartner im Experten-Netzwerk der ENDERA Klinik-Partnerschaft.

 

 

 

 

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