Sanieren oder neu bauen?

2. Februar 2026

AKTUELLES

Sanieren oder neu bauen? Entscheidungshilfe für zukunftsfähige Krankenhausstrukturen

Die deutsche Krankenhauslandschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Strukturreformen, steigender wirtschaftlicher Druck, neue gesetzliche Rahmenbedingungen und der politische Wille zur Neuordnung der Leistungsgruppen sowie zur Ambulantisierung verändern die Anforderungen an Versorgungsstrukturen grundlegend. Gleichzeitig sind vielerorts die Gebäude in die Jahre gekommen. Krankenhäuser sehen sich daher zunehmend mit einer zentralen Frage konfrontiert: Lässt sich die gewünschte Neuausrichtung durch eine Sanierung des Bestands erreichen – oder ist ein Neubau die langfristig bessere Lösung?

Diese komplexe Entscheidung war Thema des FKT-Online-Seminars „Sanieren oder neu bauen – eine Entscheidungsmatrix für zukunftsfähige Versorgungsstrukturen“. Referent Fred Andree, Geschäftsführer der ENDERA-Gruppe, stellte dabei eine strukturierte Methodik vor, die Krankenhausträgern hilft, diese richtungsweisende Frage faktenbasiert zu beantworten.

 

Weg vom Bauchgefühl – hin zu einer belastbaren Entscheidungsgrundlage

 

„Ein Fundament ist mehr als nur Beton. Man muss nicht nur stabil bauen, sondern auch stabil planen“, betonte Fred Andree im Seminar. Genau hier setzt die vorgestellte Entscheidungsmatrix an: Statt Einzelmeinungen, Erfahrungswerten oder rein finanziellen Betrachtungen ermöglicht sie eine systematische Bewertung aller relevanten Einflussfaktoren. Dazu zählen unter anderem:

 

  • baulicher Zustand und technische Restlebensdauer der Bestandsgebäude
  • funktionale Eignung für zukünftige Versorgungsmodelle
  • Anpassungsfähigkeit an ambulante und sektorenübergreifende Strukturen
  • Wirtschaftlichkeit von Sanierung versus Neubau
  • Auswirkungen auf den laufenden Krankenhausbetrieb
  • langfristige Standort- und Entwicklungsstrategien

 

Durch die strukturierte Gewichtung dieser Kriterien entsteht ein transparentes Gesamtbild, das Entscheidungsprozesse für Geschäftsführungen, Träger, Planer und politische Gremien nachvollziehbar macht.

 

Fallbeispiel aus der Praxis

 

Anhand eines konkreten Krankenhausprojekts zeigte Fred Andree, wie die Matrix in der Praxis angewendet wird. Dabei wurde deutlich: Weder Sanierung noch Neubau sind per se „die bessere Lösung“. Vielmehr hängt die richtige Strategie stark von individuellen Rahmenbedingungen ab – etwa vom Standort, den geplanten Leistungsangeboten, der regionalen Versorgungssituation oder den verfügbaren Investitionsmitteln.

Gerade vor dem Hintergrund der Krankenhausreform und der angestrebten Ambulantisierung gewinnen solche fundierten Entscheidungsinstrumente weiter an Bedeutung. Denn Fehlentscheidungen bei Bau- und Entwicklungsprojekten können langfristige wirtschaftliche und strukturelle Folgen haben.

 

Orientierung in einem dynamischen Umfeld

 

Das Seminar machte deutlich: Zukunftsfähige Krankenhausstrukturen entstehen nicht zufällig. Sie erfordern klare Zielbilder, belastbare Analysen und eine interdisziplinäre Betrachtung von Medizin, Organisation, Technik und Bau. Entscheidungsmatrizen wie die vorgestellte Methodik bieten hierfür ein wertvolles Werkzeug – insbesondere in einer Zeit, in der Krankenhäuser ihre Rolle im Gesundheitssystem neu definieren müssen.

 

Weiterführende Informationen

 

Weitere Informationen zum FKT-Online-Seminar „Sanieren oder neu bauen – eine Entscheidungsmatrix für zukunftsfähige Versorgungsstrukturen“ finden Sie hier: https://www.fkt.de/news-wissen/online-seminare/details/post/detail/News/fkt-online-seminar-sanieren-oder-neu-bauen/

 

 

 

* Siehe Gender-Hinweis

Ihre Ansprechpartner:

Fred Andree
Geschäftsführer der ENDERA-Gruppe GmbH
f.andree@endera-gruppe.de

Fred Andree, Geschäftsführer ENDERA-Gruppe GmbH
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