Die ENDERA-Gruppe

Kompetenz im Gesundheitswesen

17.02.2022

ENDERA-Gruppe

Hybrid-DRG – ENDERA-Experteninterview mit Dr. med. Diego Padilla Galvez

„Herr Dr. Padilla: Was wird sich aus Ihrer Sicht durch die geplanten Hybrid-DRGs ändern? Welche Bedeutung haben diese für Krankenhäuser, welche für niedergelassene Leistungserbringer?“

 

Die Vergütung der operativen Leistung wird unabhängig, ob sie ambulant oder stationär durchgeführt wird, gleich vergütet. Es entsteht ein neues, sektorübergreifendes Entgeltsystem, welches die Ambulantisierung bestimmter Operationen bewirken soll. Für Krankenhäuser steigt somit der Druck bestimmte Operationen ambulant durchführen zu müssen, um kostendeckend zu arbeiten. Für niedergelassene Leistungserbringer bedeutet dies eine finanzielle Gleichbehandlung mit den Krankenhäusern.

 

„Was glauben Sie, werden die maßgeblichen Kriterien für die Kalkulation der Hybrid-DRGs sein?“

 

Die maßgeblichen Kriterien für die Kalkulation werden die aG-DRGs und der EBM sein. Meines Erachtens wird man anlehnend an die Vergütung der integrierten Versorgungsverträge die aG-DRGs um einen gewissen Prozentsatz reduzieren. Die Vergütung wird aber immer noch höher als bei der EBM Vergütung liegen.

Der Erfolg der Hybrid-DRGs wird von der kostendeckenden Vergütung abhängen.

 

„Welche Qualitätsvorgaben erwarten Sie für die Hybrid-DRGs? Was bedeuten diese für Krankenhäuser und niedergelassene Leistungserbringer?“

 

Ich gehe davon aus, dass die bereits bestehenden Qualitätsvorgaben aus der „Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zum ambulanten Operieren“ für die Hybrid-DRGs zur Anwendung kommen.

In dieser Vereinbarung werden die Anforderungen an die fachliche Befähigung und die organisatorische-, hygienische-, bauliche- und apparativ-technische Voraussetzungen festgelegt. Für Krankenhäuser und niedergelassene Leistungserbringer, die in der Vergangenheit unter diesen Qualitätsvorgaben gearbeitet haben, ändert sich daher nichts. Die übrigen Leistungserbringer müssen ihre Defizite in den Anforderungen ausgleichen, um an den Hybrid-DRGs partizipieren zu dürfen.

 

„Was sollten Krankenhäuser aus Ihrer Sicht bereits jetzt in die Wege leiten, um sich bestmöglich vorzubereiten?“

 

Krankenhäuser, die keine separaten ambulanten OP-Einheiten haben, sollten jetzt schon überprüfen, wie sie organisatorisch und ökonomisch am effektivsten das ambulante Operieren in ihre bestehenden OP-Einheiten integrieren oder neue ambulante OP-Strukturen schaffen können.

Für die Krankenhäuser, die ambulante Strukturen in Form von MVZ´s aufgebaut haben, bietet sich die Möglichkeit unter der besseren Vergütung das ambulante Operieren kostendeckend zu etablieren und auszubauen.

Darüber hinaus sollten bereits heute ambulante OP-Teams bestehend aus Anästhesisten, Operateuren, MFAs, OP-Assistenten etc. formiert werden, soweit noch nicht vorhanden, die ihre Fähigkeiten im Bereich des ambulanten Operierens weiterentwickeln und sich auf diesen Bereich spezialisieren. Bewährt hat sich hier auch ein „Training on the job“ durch erfahrene ambulante (externe) Teams.

 

Herr Dr. Padilla, vielen Dank für das Interview.

 

Zur Person:

Als Facharzt für Anästhesie verfügt Herr Dr. med. Diego Padilla Galvez über langjährige Erfahrungen sowohl im Krankenhaus, als auch in der Niederlassung. Neben seinem breiten fachärztlichen Wissen verfügt er zudem über umfassende Managementerfahrungen, da er seit einigen Jahren als Geschäftsführer und Ärztlicher Leiter ambulanter OP-Zentren, gegenwärtig einer Praxisklinik, tätig ist. Herr Dr. Padilla Galvez wirkt zudem als freier Berater der ENDERA-Gruppe.

Sie wünschen sich Unterstützung bei der Bewertung Ihres ambulanten Potentials oder bei der Weiterentwicklung Ihrer ambulanten OP-Strukturen und -Teams? Wir freuen uns auf Ihre unverbindliche Kontaktaufnahme unter info@endera-gruppe.de.

 

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