Viele Einrichtungen des Gesundheitswesens haben heute bereits Strukturen für sektorenübergreifende Versorgungsformen etabliert.

23. November 2023

AKTUELLES

Sektorenübergreifende Patientenversorgung ist Chance und Herausforderung zugleich

Ehemals rein stationäre Behandlungen verschieben sich zunehmend in den ambulanten Bereich. Zudem wird die Diskrepanz von Versorgungsangebot und -bedarf in einigen Regionen Deutschlands immer eklatanter. Doch was muss getan werden, um eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung sicherzustellen?

 

Im Zuge der vom Gesetzgeber immer konkreter geplanten Ambulantisierung mit neuen Versorgungsformen wie Hybrid-DRGs, tagesstationäre Behandlung und Erweiterung des AOP-Katalogs werden die bisherigen Sektorengrenzen der stationären und ambulanten Versorgung immer durchlässiger und unschärfer.

 

Hinzu kommt, dass die Diskrepanz zwischen Versorgungsangebot und -bedarf mit Sicherstellung einer flächendeckenden und vor allem bedarfsorientierten medizinischen und pflegerischen Versorgung strukturschwächere Regionen vor enorme Herausforderungen stellt. Die Bewältigung der Folgen des demographischen Wandels und die Besetzung freier Arztsitze werden zunehmend schwieriger.
Die derzeitigen Versorgungsangebote in den Regionen orientieren sich oftmals nicht an diesen zukünftigen Herausforderungen. Einerseits steigen besondere medizinisch-pflegerische Bedürfnisse bei Älteren, die eine spezialisierte und interdisziplinäre Behandlung und Betreuung benötigen. Zum anderen gilt es, möglichst eindeutig und frühzeitig die Behandlungsmöglichkeiten korrekt abzuschätzen und die Patienten mit größtmöglichem Heilungserfolg und höchstmöglicher Qualität durch das Versorgungsnetzwerk zu steuern.

 

Sektorenübergreifende Versorgung bietet Chancen

 

Um eine solche notwendige sektorenübergreifende Versorgung für die Bevölkerung zu gewährleisten, muss eine örtliche Bündelung und Abstimmung der bisher getrennten Angebote des ambulanten, stationären sowie des pflegerischen und rehabilitativen Sektors stattfinden.

 

Durch die Vernetzung der Angebote werden nicht nur die Transparenz und Planbarkeit der Behandlung deutlich verbessert und beispielsweise Doppeluntersuchungen vermieden, auch die Suche nach Experten und Anschlussterminen wird durch ein sektorenübergreifend aufgesetztes Management einfacher. Eine zentrale sektorübergreifende Steuerung kann dabei von einem gemeinsamen Terminkalender über ein gemeinsam zugängliches Behandlungsportal bis hin zu einem zentralen Case-Management sein. Die jeweilige passende Form ergibt sich aus den beteiligten Einheiten und den Umfeldfaktoren.

 

Viele Einrichtungen des Gesundheitswesens haben heute bereits Strukturen für sektorenübergreifende Versorgungsformen etabliert. So findet man im Umfeld von Krankenhäusern oftmals Medizinische Versorgungszentren, Ambulante OP-Zentren, Polikliniken oder Ärztehäuser sowie Apotheken, ambulante Pflegedienste, Sanitätshäuser und ähnliche Einrichtungen.

 

Herausforderungen annehmen bedeutet Veränderungen wagen

 

Die Einrichtungen des Gesundheitswesens werden jedoch in der Regel dezentral geführt und Behandlungspfade nicht sektorenübergreifend geplant und koordiniert. Dies kann zu erheblichen Mehrbelastungen für Patienten und Personal führen und die sowieso knappen Ressourcen unnötig belasten.

 

Durch die Analyse der vergangenen Leistungen und daraus resultierender Steuerung in den passenden Bereichen sowie den Aufbau zentraler sektorenübergreifende Strukturen können zukünftig Leistungen wirtschaftlicher und patientenorientiert erbracht werden.

 

Nicht nur die Patienten profitieren davon, wenn die Behandlungen interdisziplinär und besser aufeinander abgestimmt erfolgen. Wichtige Ressourcen wie Personal, weniger Organisationsaufwand und ein effizienteres zeitliches Management sind nur einige der wirtschaftlichen Vorteile für die ambulanten und stationären Einrichtungen, die von einer sektorenübergreifenden Zusammenarbeit profitieren.

 

Die ENDERA-Gruppe bietet Ihnen Unterstützung zur Planung und Umsetzung von sektorübergreifenden Versorgungsformen und deren Management. Sprechen Sie uns gerne an!

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Matthias Wokittel
Geschäftsbereichsleitung Strategie, Sanierung & IT
m.wokittel@endera-gruppe.de

Dr. Matthias Wokittel, Geschäftsbereichsleitung Strategie & Sanierung der ENDERA Managementberatung GmbH
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ENDERA heißt Peter Mast willkommen

Peter Mast

10. November 2023

AKTUELLES

Personalie: Willkommen, Peter Mast

Das Berater-Team der ENDERA-Gruppe freut sich über tatkräftige Verstärkung: Seit Anfang November unterstützt Peter Mast die ENDERA Management-Beratung im Geschäftsbereich Strategie, Sanierung & IT.

 

Herr Mast verfügt über langjährige Erfahrung als Geschäftsführer, Berater und Interim-Manager für Akut- und Rehakliniken sowie Medizinische Versorgungszentren (MVZ). Als Geschäftsführer war er in den vergangenen Jahren u.a. maßgeblich verantwortlich für die Entwicklung des Gesundheitscampus Bad Säckingen und hat damit bereits im Jahr 2018 eines der ersten sektorenübergreifenden Versorgungskonzepte in Deutschland geplant, welches ambulante und stationäre pflegerische Versorgung bündelt. In diesem Rahmen hat Herr Mast auch die Gründung und das Management eines kommunalen Medizinischen Versorgungszentrums (Kommunal-MVZ) mitverantwortet.

 

Herr Mast wird innerhalb des strategischen Beraterteams der ENDERA Managementberatung die Projekte im Bereich Ambulantisierung und MVZ-Management verantworten, welche eine immer größer werdende Rolle in der deutschen Gesundheitslandschaft spielen.

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Matthias Wokittel
Geschäftsbereichsleitung Strategie, Sanierung & IT
ENDERA Managementberatung GmbH
m.wokittel@endera-gruppe.de

Dr. Matthias Wokittel, Geschäftsbereichsleitung Strategie & Sanierung der ENDERA Managementberatung GmbH
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Die Referentinnen von der Kanzlei VOELKER und der ENDERA-Gruppe stießen auf großes Interesse

19. Oktober 2023

AKTUELLES

Großes Interesse am Online-Seminar „Ambulantisierung im Krankenhaus“

Das Thema „Ambulantisierung im Krankenhaus“ ist für viele Verantwortliche im Gesundheitswesen von großem Interesse. Dies bestätigte die rege Teilnahme am Online-Seminar zu diesem Thema, das die Rechtsanwaltskanzlei VOELKER und die ENDERA-Gruppe gemeinsam am 12.10.2023 anboten.

 

Rund 70 Teilnehmer – vorwiegend Vertreter des Krankenhausmanagements aus Universitätskliniken und Krankenhäusern deutschlandweit – verschafften sich dort einen Überblick über die Möglichkeiten und rechtlichen Instrumente der Ambulantisierung im Krankenhaus. Ulrike Brucklacher, Fachanwältin für Medizinrecht bei VOELKER, und Stephanie Dreher, Beraterin für Ambulanzmanagement bei der ENDERA-Gruppe, referierten im Rahmen der Veranstaltung zudem über Herausforderungen und Chancen im täglichen Krankenhausalltag. Des Weiteren diskutierten die beiden Referentinnen mit den Teilnehmern den neuen BMG-Referentenentwurf zu den bereits lange erwarteten Hybrid-DRGs.

 

Der zweistündige Austausch war sehr interessant und das Feedback der Teilnehmer durchweg positiv. Aufgrund der hohen Resonanz ist bereits für den 24. Januar 2024 ist ein weiterführendes Webinar zu diesem Thema geplant.

Ihr Ansprechpartner:

Stephanie Dreher
Leitung MVZ- und Praxismanagement
ENDERA-Gruppe GmbH
s.dreher@endera-gruppe.de

Stephanie Dreher, Leitung MVZ- und Praxis-Management der ENDERA-Gruppe GmbH
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Wird die Neugründung und Expansion vieler Krankenhaus-MVZ zukünftig verhindert?

2. Oktober 2023

AKTUELLES

Risiko MVZ-Regulierungsgesetz: Gründungs- und Expansionshindernis für Ihr Krankenhaus-MVZ

Planen Sie die Neugründung oder Expansion Ihres Krankenhaus-MVZ? Dann sollten Sie diese Pläne möglichst bald umsetzen. Auch die im Zuge der fortschreitenden Ambulantisierung notwendige Neuausrichtung Ihrer MVZ-Strategie sollte zeitnah auf den Weg gebracht werden. Denn in absehbarer Zeit wird es ggf. faktisch nicht mehr möglich sein, neue – insbesondere fachärztliche – Sitze in ein MVZ aufzunehmen. Der Grund? Das „drohende“ MVZ-Regulierungsgesetz.

 

Auf Initiative von Bayern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein wurde am 16. Juni 2023 im Bundesrat eine Entschließung zur stärkeren Regulierung und Einschränkung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) angenommen. Die Entschließung liegt nun der Bundesregierung vor, die darüber entscheiden wird, ob ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht wird. Besondere Fristen gibt es hierfür nicht. Somit ist unklar, wann mit einer Entscheidung und einem entsprechenden Gesetzgebungsverfahren zu rechnen ist.

Der hinter der Entschließung stehende politische Wille fokussiert sich auf investorengeführte MVZ. Die Regelungen eines solchen Gesetzes würden jedoch alle MVZ gleichermaßen treffen. Neben u.a. einer Kennzeichnungspflicht der Eigentumsverhältnisse auf dem Praxisschild, der örtlichen Begrenzung von MVZ auf einen 50km-Entfernungsradius zum jeweiligen Krankenhaus und der Einführung von Höchstversorgungsanteilen einzelner Träger für haus- und fachärztliche Sitze soll der Gesetzgeber nach dem Wortlaut der Entschließung künftig auch folgendes regeln:

„Streichung der Möglichkeit des Arztstellenerwerbs für MVZ im Wege des Zulassungsverzichts gemäß § 103 Abs. 4a S. 1 SGB V“

Diese Streichung würde faktisch die Neugründung und Expansion vieler Krankenhaus-MVZ verhindern. Denn wenn das Einbringen von Arztsitzen in ein MVZ im Wege des Zulassungsverzichts nicht mehr möglich ist und somit nur der Weg einer Bewerbung um freie Sitze im Zulassungsverfahren bleibt, aber gleichzeitig die gesetzliche Regelung des § 103 Abs. 4c Satz 3 SGB V vorsieht, dass mehrheitlich von Nicht-Ärzten gehaltene MVZ in der Ausschreibung stets nachrangig zu berücksichtigen sind*, dann gibt es nahezu keine Möglichkeit mehr für Krankenhaus-MVZ, neue – insbesondere fachärztliche – Sitze zu integrieren. Das Krankenhaus-MVZ muss dann also „nehmen, was übrig bleibt“.

 

Faktisch ein Gründungs- und Entwicklungsstopp für Krankenhaus-MVZ, der insbesondere vor dem Hintergrund der fortschreitenden Ambulantisierung sehr kritisch zu sehen ist.

 

Wir empfehlen Ihnen daher eine zeitnahe Aktualisierung Ihrer Ambulantisierungs- und MVZ-Strategie, um noch vor Inkrafttreten eines entsprechenden Gesetzes die Weichen für die Zukunft zu stellen.

 

*Mit Ausnahme von MVZ die vor dem 31.12.2011 gegründet wurden

Ihr Ansprechpartner:

Stephanie Dreher
Leitung MVZ- und Praxismanagement
ENDERA Gruppe GmbH
s.dreher@endera-gruppe.de

Stephanie Dreher, Leitung MVZ- und Praxis-Management der ENDERA-Gruppe GmbH
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Interim-Management bietet Lösungen für Gesundheitseinrichtungen

31. August 2023

AKTUELLES

Interim-Management: Effektive Lösungen für Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen

Zurzeit herrschen in Krankenhäusern, MVZs und anderen Gesundheitseinrichtungen personelle Engpässe. Dank der Unterstützung erfahrener Interim-Manager werden individuelle Lösungswege erarbeitet.

 

Social Media, Online-Stellenbörsen und Krankenhausplattformen quellen zurzeit über mit Stellenanzeigen zu wichtigen Führungspositionen im Krankenhausmanagement. Die Recruiting-Abteilungen der Krankenhäuser und anderer Gesundheitseinrichtungen laufen auf Hochtouren, um die offenen Stellen möglichst schnell neu zu besetzen. Aber: Manche Stellen sind aufgrund schwieriger Bewerbungslage über Monate vakant. Bei anderen hingegen ist eine Neubesetzung in Aussicht, jedoch kann es Monate dauern, bis der oder die neue Mitarbeiterin seinen Job antreten kann.

 

Bis zur Neubesetzung sind viele Bereiche wie Personalabteilung, Controlling, Finanzbuchhaltung oder auch Medizincontrolling führungslos. Dies bedeutet eine enorme Kraftanstrengung für die Mitarbeiter/-innen der Bereiche und das Management der Gesundheitseinrichtung. Egal wie gut die Verantwortlichen sich bemühen – was bleibt, ist oft der Frust der Mitarbeitenden und noch mehr Stress für das Management.

 

Personelle Engpässe erfolgreich überstehen

 

In solch einer Situation kann das Interim-Management Abhilfe schaffen: Die Einbindung von zeitlich begrenzten Arbeitskräften stellt eine effektive Lösung dar. Bei Bedarf werden vakante Positionen mit erfahrenen Fach- und Führungskräften besetzt, die punktuell und aufgabenbezogen unterstützen. Auch das Coachen von Führungskräften mithilfe eines erfahrenen Expertenteams kann hilfreich sein, um ein effizienteres Arbeiten zu ermöglichen und Lösungen für den personellen Engpass auszuarbeiten. Zum Beispiel können sie als zusätzliche strategische und organisatorische Unterstützung für die Personalabteilung bei einer geplanten Zentralisierung des HR-Bereiches dienen; Im Medizincontrolling ist Interim-Management beispielsweise eine exzellente Lösung, um Themen wie OP-Management oder AOP aufzugreifen, um das Krankenhaus für die Zukunft fit zu machen und so der neuen Leitung einen bestmöglichen Start zu ermöglichen. Im Anschluss kann auch eine Übergabe und Einarbeitung der neuen Führungskraft im Rahmen des Interim-Management erfolgen.

 

Die ENDERA Interim-Management GmbH hilft Ihnen gerne weiter, personelle Durststrecken erfolgreich zu überstehen – oder passende Jobangebote im Rahmen einer Interims-Stelle für Sie zu finden. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Ihr Ansprechpartner:

Kerstin Englert
Leitung ENDERA Interim- und Personalmanagement GmbH
k.englert@endera-gruppe.de

Kerstin Englert, Leitung ENDERA Interim-Management GmbH & ENDERA Personalberatung GmbH
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Die Publikation der ENDERA-Gruppe erscheint in der KU Gesundheitsmanagement

3. August 2023

PUBLIKATION

„Morbidität als relevanter Faktor“ – Fachbeitrag in der KU Gesundheitsmanagement veröffentlicht

Krankenhäuser müssen effizient und wirtschaftlich arbeiten. Damit dies gelingt, müssen Kapazitäten und Bettenauslastungen möglichst exakt vorausberechnet werden. Doch die bislang bewährte Methode hat deutliche Schwächen.

 

In der Ausgabe 08/2023 beleuchten die ENDERA-Experten Dr. Matthias Wokittel und Linda Harzen in ihrem Beitrag den Einflussfaktor Morbidität auf die Planung der zukünftigen Fallzahlen sowie die Verknüpfung dieser zu anderen Einflussfaktoren. Die bisherige Vorgehensweise zur Berechnung auf Grundlage der statistischen Daten der Vorjahre wird hinterfragt und die Problematik dieser Vorgehensweise durch ein Rechenbeispiel verdeutlicht.

Den kompletten Fachbeitrag finden Sie hier: 2023_Publikation_KU_Gesundheitsmanagement_Morbiditaet_als_relevanter_Faktor.

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Matthias Wokittel
Geschäftsbereichsleiter Strategie, Sanierung & IT
ENDERA Managementberatung GmbH
m.wokittel@endera-gruppe.de

Dr. Matthias Wokittel, Geschäftsbereichsleitung Strategie & Sanierung der ENDERA Managementberatung GmbH
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Viele Krankenhäuser lehnen die Übernahme von Hausarztsitzen ab

12. Mai 2022

AKTUELLES

Hausärztliche Versorgung sichern und das eigene Krankenhaus stärken – kein Widerspruch!

Deutschlandweit finden in vielen Regionen Hausarztpraxen, aber auch Facharztpraxen wie z.B. im Fachbereich HNO, keine Praxisnachfolger. Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben daher vielfältige Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung und Förderung der ambulanten Versorgung gestartet.

 

Krankenhäuser lehnen die Übernahme von Hausarztsitzen in die eigene MVZ-Struktur oftmals mit den Argumenten ab, dass ein solcher Sitz keinen Mehrwert für die stationäre Krankenversorgung schafft und i.d.R. auch keine Ärzte gefunden werden können, die bereit sind, hausärztlich tätig zu sein.
Doch ist dies tatsächlich so?

 

Die ENDERA-Gruppe möchte Krankenhaus-MVZ ermutigen, Hausarztsitze zu betreiben und durch entsprechende Schwerpunktsetzung sinnvoll in die Medizin-Strategie des Krankenhauses zu integrieren. Z.B. ist es möglich, auf einem hausärztlichen Sitz diabetologische Patienten zu behandeln und DMP-Programme anzubieten, ebenso wie die oft über viele Monate andauernde Begleitung von Adipositas-Patienten vor und nach einem Krankenhausaufenthalt oder auch Wund-Nachsorgen außerhalb der Frist nach
§ 115a Abs. 2 Satz 1 SGB.

 

Der Mehrwert für das Krankenhaus?

  1. Die Sicherung von Zuweisungen über eigene Hausarztsitze im Einzugsgebiet
  2. die sektorenübergreifende Betreuung von Patienten
  3. die Entlastung des Krankenhauses von ambulanten Sprechstunden, die in keinem direkten Zusammenhang zu einer Krankenhausbehandlung stehen
  4. …und ganz „nebenbei“ leistet das Krankenhaus darüber hinaus noch einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung – Insbesondere für kommunale Krankenhäuser ein erstrebenswertes Ziel!

Weitere Informationen finden Sie unter www.kommunal-mvz.de. Wir beraten Sie gerne!

Ihr Ansprechpartner:

Fred Andree
Geschäftsführer der ENDERA-Gruppe GmbH
f.andree@endera-gruppe.de

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MVZ-Controlling-Tools für Wirtschaftsplanung und Berichtswesen

25. März 2022

AKTUELLES

Die ENDERA MVZ-Controlling-Tools – Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs

Wir bieten Ihnen unsere Excel basierten ENDERA MVZ-Controlling-Tools für die Wirtschaftsplanung und das Berichtswesen an, mit denen Sie bei Bedarf bis auf Ebene des einzelnen Arztes planen und steuern können. So können Sie wirtschaftliche Schwankungen, abweichende Leistungsentwicklungen (bis auf Arztebene) und Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung veranlassen.

 

Die ENDERA MVZ-Controlling-Tools bieten Ihnen folgende Funktionsbereiche:

 

  • GuV-basierte Wirtschaftsplanung auf Kontenebene
  • Deckungsbeitragsrechnung pro Bereich, Praxis oder Arzt
  • monatliche oder quartalsweise Soll-Ist-Vergleiche der wichtigsten Erfolgsparameter auf Bereichs-, Praxis- oder Arztebene, einschließlich GuV-basierter Hochrechnung für das jeweilige Jahr
  • monatliche oder quartalsweise Liquiditätsvorschau
  • monatliche oder quartalsweise Betrachtung vertragsarztrechtlich relevanter Parameter, wie z. B. Prüfzeiten
  • Optional bei Bedarf: Benchmarking mit vergleichbaren Praxen der KV-Region

 

Um mit den ENDERA MVZ-Tools arbeiten zu können, benötigen Sie nur wenige Daten, die in Ihrer Finanzbuchhaltung und dem Controlling ohnehin vorliegen.

Ihr Ansprechpartner:

Fred Andree
Geschäftsführer der ENDERA-Gruppe GmbH
f.andree@endera-gruppe.de

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Christiane Schmidt

Christiane Schmidt, Beraterin bei der Daniela Baum – Beratung im Gesundheitswesen

16. März 2022

INTERVIEW

Agile Führung als Schlüssel für eine erfolgreiche Teamarbeit gilt auch im Gesundheitswesen

Was ist zeitgemäße Führung? Im Zeitalter der Digitalisierung verändern sich Arbeitsprozesse und Strukturen in Unternehmen werden entsprechend angepasst. Im Zuge dessen verändert sich auch die Rolle der Führungskraft. Gerade in der heutigen Arbeitswelt ist ein Top-down-Management, also Entscheidungen über hierarchische Strukturen, nicht immer der Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Frau Schmidt, warum ist gute Führungsarbeit für den Unternehmenserfolg so wichtig und welche besonderen Herausforderungen sehen Sie im Gesundheitswesen? 

 

Wir erleben es in der Personalakquise immer wieder, dass im Grunde attraktive Gesundheitsstandorte ihre Vakanzen nicht besetzen können, weil bekannt ist, dass beispielsweise der Chefarzt keine Führungskompetenzen vorweist. Gerade in der heutigen Zeit hat das Thema „Führung“ vor allem etwas mit einer Vorbildfunktion zu tun und weniger mit einer Führung „von oben herab“. Eine gute Führung birgt darüber hinaus Agilität sowie die Fähigkeit, in verschiedenen Perspektiven denken zu können. Dabei können Führungskräfte anregend und bestätigend sein, wenn sie auch mal Verantwortung an ihre Mitarbeitenden übertragen, wie beispielsweise im Rahmen eines Projektes. Hier können Verantwortungsbereiche denjenigen Mitarbeitenden zugeordnet werden, die gut in diesen Bereichen sind. Das fördert nicht nur die Motivation, sondern erzeugt auch schnellere Ergebnisse und verbessert die Zielerreichung. Neben der Agilität ist es zudem wichtig, eine Vision zu schaffen, diese an die Mitarbeitenden zu kommunizieren und ihre Umsetzung maßgeblich voranzutreiben. Fakt ist, starre Hierarchien – und die gibt es gerade im Gesundheitswesen noch sehr häufig – führen selten zum Erfolg. Vielmehr sollte darauf geachtet werden, eine offene Unternehmenskultur zu gestalten. Mangelhafte und auch mangelnde Führung erzeugt negative Wirkungen: Die Arbeitsatmosphäre im Team verschlechtert sich und überträgt sich unvermeidlich auf die Arbeitsqualität und die Motivation der Mitarbeitenden.

 

Agile Führung als Schlüssel für eine erfolgreiche Teamarbeit – Was glauben Sie, macht gute Führungsarbeit überhaupt aus?

 

In einem agilen Umfeld möchten Mitarbeitende vor allem ihren Fähigkeiten nach geführt werden. Neben ausreichendem fachlichen Know-how sind vor allem Sozialkompetenz, Fleiß und eine hohe Eigenmotivation der Schlüssel für eine erfolgreiche Führungsarbeit. Je nach Tätigkeitsfeld präferieren Mitarbeitende vor allem das eigenverantwortliche Arbeiten. Hierbei ist es von Vorteil, einen Freiraum für innovative Beiträge zu bieten, was in Organisationen des Gesundheitssektors jedoch häufig zu kurz kommt. Allerdings sollte auch darauf geachtet werden, das Tempo auf die Mitarbeitenden und deren Bedürfnisse abzustimmen sowie Unklarheiten oder Missverständnisse durch eine offene Kommunikation sachlich zu besprechen. Sich stets selbst zu reflektieren, kann hierbei eine hilfreiche Methode sein, jedoch eine Herausforderung für Führungskräfte darstellen.

 

Welchen Stellenwert hat das Thema „Führung“ heute und wie kann sie gerade auch im Gesundheitswesen gefördert werden?

 

Heutzutage ist das Thema „Führung“ wichtiger denn je, denn es gibt immer komplexere Anforderungen an die Führungskraft, Teams erfolgreich zu führen. Abgesehen davon ist es nichts, was man einfach so lernt, weniger im Studium und schon gar nicht im beruflichen Alltag. Ohne eine gute Führung kann kein Team zusammengehalten und somit auch nicht zu guter Leistung angespornt werden. Die Rolle der Führungskraft sollte demnach darin bestehen, die Mitarbeitenden bedürfnisorientiert zu führen, sodass sie sich sowohl beruflich als auch persönlich weiterentwickeln können. Weniger formale Hierarchien und mehr agile Führung fördern zudem die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Nur so können eine erfolgreiche Führungsarbeit und Zusammenarbeit im Team gewährleistet werden. Erste Impulse können im Rahmen von Workshops oder Programmen zur Führungskräfte- und Teamentwicklung gesetzt werden, in denen Führungskompetenzen gestärkt, neue Führungsmethoden entwickelt und die effektive Zusammenarbeit im Team gefördert werden. Ein solches Vorgehen haben wir bereits mehrfach in Unternehmen des Gesundheitswesens erfolgreich durchgesetzt und damit nachhaltig Einfluss auf den Aspekt der Führung nehmen können.

 

Liebe Frau Schmidt, vielen Dank für das Interview!

 

Zur Person:

Christiane Schmidt ist gelernte Bankkauffrau und sammelte nach ihrem abgeschlossenen Studium der Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung erste Erfahrungen als Referentin der Geschäftsführung eines Krankenhausverbundes. Seit über zwei Jahren ist Frau Schmidt als Beraterin bei der Daniela Baum – Beratung im Gesundheitswesen tätig und verantwortet, neben der Vermittlung von Fach- und Führungskräften im Gesundheitswesen, den Bereich der Team- und Führungskräfteentwicklung. In diesem Tätigkeitsfeld arbeitet sie eng mit Führungskräften und Teams zu den Themen Mitarbeiterführung, effektive Zusammenarbeit und Kommunikation zusammen.

Ihr Ansprechpartner:

Fred Andree
Geschäftsführer der ENDERA-Gruppe GmbH
f.andree@endera-gruppe.de

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Dr. med. Padilla

Dr. med. Diego Padilla Galvez

17. Februar 2022

AKTUELLES

Hybrid-DRG – ENDERA-Experteninterview mit Dr. med. Diego Padilla Galvez

„Herr Dr. Padilla: Was wird sich aus Ihrer Sicht durch die geplanten Hybrid-DRGs ändern? Welche Bedeutung haben diese für Krankenhäuser, welche für niedergelassene Leistungserbringer?“

 

Die Vergütung der operativen Leistung wird unabhängig, ob sie ambulant oder stationär durchgeführt wird, gleich vergütet. Es entsteht ein neues, sektorübergreifendes Entgeltsystem, welches die Ambulantisierung bestimmter Operationen bewirken soll. Für Krankenhäuser steigt somit der Druck bestimmte Operationen ambulant durchführen zu müssen, um kostendeckend zu arbeiten. Für niedergelassene Leistungserbringer bedeutet dies eine finanzielle Gleichbehandlung mit den Krankenhäusern.

 

„Was glauben Sie, werden die maßgeblichen Kriterien für die Kalkulation der Hybrid-DRGs sein?“

 

Die maßgeblichen Kriterien für die Kalkulation werden die aG-DRGs und der EBM sein. Meines Erachtens wird man anlehnend an die Vergütung der integrierten Versorgungsverträge die aG-DRGs um einen gewissen Prozentsatz reduzieren. Die Vergütung wird aber immer noch höher als bei der EBM Vergütung liegen.

Der Erfolg der Hybrid-DRGs wird von der kostendeckenden Vergütung abhängen.

 

„Welche Qualitätsvorgaben erwarten Sie für die Hybrid-DRGs? Was bedeuten diese für Krankenhäuser und niedergelassene Leistungserbringer?“

 

Ich gehe davon aus, dass die bereits bestehenden Qualitätsvorgaben aus der „Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zum ambulanten Operieren“ für die Hybrid-DRGs zur Anwendung kommen.

In dieser Vereinbarung werden die Anforderungen an die fachliche Befähigung und die organisatorische-, hygienische-, bauliche- und apparativ-technische Voraussetzungen festgelegt. Für Krankenhäuser und niedergelassene Leistungserbringer, die in der Vergangenheit unter diesen Qualitätsvorgaben gearbeitet haben, ändert sich daher nichts. Die übrigen Leistungserbringer müssen ihre Defizite in den Anforderungen ausgleichen, um an den Hybrid-DRGs partizipieren zu dürfen.

 

„Was sollten Krankenhäuser aus Ihrer Sicht bereits jetzt in die Wege leiten, um sich bestmöglich vorzubereiten?“

Krankenhäuser, die keine separaten ambulanten OP-Einheiten haben, sollten jetzt schon überprüfen, wie sie organisatorisch und ökonomisch am effektivsten das ambulante Operieren in ihre bestehenden OP-Einheiten integrieren oder neue ambulante OP-Strukturen schaffen können.

Für die Krankenhäuser, die ambulante Strukturen in Form von MVZ´s aufgebaut haben, bietet sich die Möglichkeit unter der besseren Vergütung das ambulante Operieren kostendeckend zu etablieren und auszubauen.

Darüber hinaus sollten bereits heute ambulante OP-Teams bestehend aus Anästhesisten, Operateuren, MFAs, OP-Assistenten etc. formiert werden, soweit noch nicht vorhanden, die ihre Fähigkeiten im Bereich des ambulanten Operierens weiterentwickeln und sich auf diesen Bereich spezialisieren. Bewährt hat sich hier auch ein „Training on the job“ durch erfahrene ambulante (externe) Teams.

 

Herr Dr. Padilla, vielen Dank für das Interview.

 

Zur Person:

Als Facharzt für Anästhesie verfügt Herr Dr. med. Diego Padilla Galvez über langjährige Erfahrungen sowohl im Krankenhaus, als auch in der Niederlassung. Neben seinem breiten fachärztlichen Wissen verfügt er zudem über umfassende Managementerfahrungen, da er seit einigen Jahren als Geschäftsführer und Ärztlicher Leiter ambulanter OP-Zentren, gegenwärtig einer Praxisklinik, tätig ist. Herr Dr. Padilla Galvez wirkt zudem als freier Berater der ENDERA-Gruppe.

Ihr Ansprechpartner:

Fred Andree
Geschäftsführer der ENDERA-Gruppe GmbH
f.andree@endera-gruppe.de

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